HyperDot

Studio: Tribe Games

Publisher: GLITCH

Veröffentlicht: 31. Januar 2020

Plattform(en): PC (Steam, Itch.io), Linux, MAC, XBOX

Preis: 16,79€

Genre: Action, Arcade, Bullethell, Einzelspieler, lokaler Mehrspieler

UI: Englisch

HyperDot spielt sich wie ein Bullethell Spiel oder Arcade Shooter – bloß können wir nichts anderes machen, als schnell auszuweichen! Wir steuern einen bunten Punkt in einer Kreisrunden Arena, andere geometrische Formen wollen uns an den Kragen, kommen von allen Seiten und wir umgehen sie so geschickt wie möglich.

Irgendwie weckte die Optik bei mir Erinnerungen daran, wie ich früher im Bio-Unterricht mal irgendwelche winzigen Wasserlebewesen unterm Mikroskop beobachten sollte.

 Jedenfalls unterscheiden sich die geometrischen Projektile von einander in Geschwindigkeit und Bewegungsmuster. Quadrate bewegen sich immer in einer geraden Linie, Dreiecke verfolgen unseren Punkt für einige Momente, Sterne verhalten sich ruckartig usw.

Zur Veranschaulichung hier mal der offizielle Trailer:

Geschick und Schnelligkeit

Die verschiedenen Bewegungsmuster lernen wir nach und nach in den langsam schwieriger werdenden, kurzen Levels kennen. Aber nicht nur die Projektiltypen variieren, sondern auch Größe und Geschwindigkeit des gesteuerten Punktes. Dazu die Größe und Beschaffenheit der Arena, die auch dunkel sein kann. Das fordert die Reflexe wegen der verringerten Sichtweite besonders heraus. Manchmal ist die Arena auch eisig und rutschig, dann lässt sich der Punkt schwieriger kontrollieren. Meistens gewinnen wir, indem wir einfach eine gewisse Zeit überstehen, ohne mit etwas zu kollidieren. Manchmal sollen wir uns dafür aber z.B. in bestimmten Zonen aufhalten oder wir müssen eine bestimmte Anzahl von Symbolen einsammeln.

Durch das Mischen und Variieren all dieser Elemente bleibt HyperDot immer herausfordernd und spannend, aber vor allem macht es verdammt viel Spaß! Ich bin nicht besonders gut in Geschicklichkeitsspielen und bin von ihnen schnell mal frustriert. HyperDot umgeht das dadurch, dass die Levels kurz sind und die Art von brenzligen Situationen erzeugen, die anstachelnd sind. Ich war immer motiviert, es auch noch ein neuntes oder zehntes Mal zu versuchen, weil das Erfolgsgefühl danach so belohnend ist. (Es gibt ein Steam Achievement dafür, zehnmal hintereinander im gleichen Level zu scheitern und naja, ich habe das früh „geschafft“.) Und nach dem das Level geschafft ist, spiele ich dann noch eins, nur noch eins. Aber ehe ich mich versehe werden aus dem einen fünf oder sechs…

Barrierefreiheit, Multiplayer und Editor

Damit das bunte Gewimmel nicht unübersichtlich wird, ist jedem Projektiltyp eine klare Farbe zugeordnet und die Farbe des Punktes kann zu Beginn jeder Partie ausgesucht werden. Sowieso glänzt HyperDot mit einer Reihe von Einstellungsmöglichkeiten in Sachen Barrierefreiheit. So gibt es zwei Modi mit hohem Kontrast (der eine mit dunklem Hintergrund, der andere mit hellem Hintergrund) und einen an Farbenblindheit angepassten Modus. Außerdem lassen sich auf Wunsch die Hintergrundanimationen und der Screenshake abschalten. Steuern lässt sich HyperDot zudem nicht nur per Maus, Tastatur oder Gamepad, sondern auch per Tobii Eye Tracking. Da ich nicht über die entsprechende Hardware verfüge, konnte ich leider nicht ausprobieren, wie gut das funktioniert. Ich habe mich als ehemals reines PC-Kind mit der Maus rein aus Gewohnheit am wohlsten gefühlt.

Im Multiplayermodus können bis zu vier Spieler:innen gegeneinander spielen, es gewinnt wer als letztes übrig bleibt oder zuerst die jeweiligen Aufgaben des Levels erfüllt hat. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass HyperDot die eine oder andere Sofaparty aufpeppen wird. Zumal da ja auch noch der Soundtrack wäre, der aus wirklich schöner Elektromusik besteht, die sich zwar hin und wieder an den Rhythmus der Projektilwellen anpasst, aber nie zusätzliche Hektik erzeugt. Das tut dem Spiel sehr gut.

Wer ein bisschen experimentieren möchte oder Lust auf eine besondere Herausforderung hat, kann übrigens im Editor eigene Levels erstellen. Es gibt noch keine Möglichkeit, selbst erstellte Levels zu teilen oder die von anderen Spieler:innen herunterzuladen. Es würde mich aber nicht überraschen, wenn ein solches Feature noch nachgereicht würde.